Die Geschichte des Glücksspiels in Österreich

Glücksspiel in Österreich ist heute beliebter als jemals zuvor. Österreicher vergnügen sich mit dem kleinen Spiel in Automatensalons, dem großem Glücksspiel in den Casinos und Spielbanken und zunehmend dem Echtgeldspiel im Internet. Hier gibt es Dutzende von Casinos online für Österreich sowie Lotterien, Sport- und Pferdewetten und Online Poker.

Österreich kann auf eine lange Geschichte und Tradition in Sachen Glücksspiel zurückblicken und schon immer war dabei das Spielangebot hierzulande von einer vielseitigen Auswahl an Echtgeldspielen bestimmt. Während in anderen europäischen Staaten wie Deutschland, Frankreich oder Italien das Glücksspiel zeitweise verboten war, konnte man im Laufe der Jahrhunderte in Österreich weitestgehend ohne Hindernisse dem Echtgeldspiel frönen. Selbst Maria Theresia, die wohl berühmteste Österreicherin der Geschichte, soll ein befürwortender Anhänger des Glücksspieles um große Einsatzsummen gewesen sein.

Die beliebtesten Glücksspiele in Österreich

  • Automatenspiel in Spielhallen
  • Großes Spiel in den Spielbanken von Casinos Austria
  • Lotto "6 aus 45" und Klassenlotterien
  • Echtgeldspiel in Online Casinos
  • Sportwetten
  • Online Poker
  • Rubellotterie und Rubellose

Die Geschichte des Glücksspiels in Österreich vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert

Bereits im Mittelalter war das Glücksspiel in Österreich ein beliebter Zeitvertreib, vor allem für das gemeine Volk. In Wien vergnügten sich Bauern oder Handwerker im 17. Jahrhundert auf Jahrmärkten und an Feiertagen auf öffentlichen Plätzen mit verschiedenen Kugel- oder Würfelspielen um Sach- und Echtgeldpreise. Um die drohende Flut an öffentlichem, nicht reguliertem Glücksspiel in den Griff zu bekommen, erließ Leopold I. im Jahr 1696 ein Dekret, das die Höchsteinsätze für öffentliches Glücksspiel festschrieb.

Das Thema Glücksspiel rückte verstärkt in den Fokus des Wiener Hofes und in den folgenden Jahren wurde mit der Regulierung des Marktes begonnen. Glücksspiel Konzessionen für Karten- und Würfelspiele wurden an private Unternehmer vom Magistrat oder direkt vom Wiener Hof vergeben. Dabei hielten sich nur wenige Glücksspiel-Einrichtungen über einen längeren Zeitraum, da die Lizenzen vieler Anbieter wegen Betruges, krimineller Machenschaften oder wegen der Überhandnahme des Glücksspiels an gewissen Orten wieder entzogen wurden. Trotzdem wurde in vielen Orten weiter gezockt, vor allem in der Landeshauptstadt Wien, die mit ihrem weltberühmten Vergnügungszentrum Prater seit jeher den zentralen Punkt des Glücksspiels in Österreich darstellte. Ausgeübt wurde das Glücksspiel dabei hauptsächlich aber von urbanen Unterschichten. Der Adel hielt das Echtgeldspiel nämlich zunächst für eine Beschäftigung des gemeinen Pöbels und hatte nicht viel für die Würfel- und Kugelspiele übrig.

Das 18. und 19. Jahrhundert - Glücksspiel wird in Österreich gesellschaftsfähig

Erst im Laufe des 18. Jahrhunderts entdeckten die adligen und vermögenden bürgerlichen Bevölkerungsschichten das Glücksspiel für sich selbst. Dies stand vor allem im Zusammenhang mit der Entwicklung der ersten Casino Kartenspiele, die als deutlich eleganter als das Würfelspiel galten. Durch das große Interesse der Mächtigen und Vermögenden an der neuen, spannenden Freizeitgestaltung entwickelte sich innerhalb nur weniger Jahre eine ungeahnte Vielfalt an österreichischen Glücksspielen. Neben den Karten- und Würfelspielen wurden auch eigene Brettspiele zum Echtgeldspiel kreiert. Die neu entwickelten oder importierten Spiele fanden Anklang in allen Bevölkerungsschichten. Vor allem in Adelskreisen gehörte das Glücksspiel mit hohen Einsätzen fortan zum guten Ton. So öffnete das Interesse an populären Echtgeldspielen um hohe Einsätze zu dieser Zeit auch vielen bürgerlichen Österreichern die Tore zum Hof und zu exklusiven Adelsgesellschaften. Selbst Maria Theresia hatte damals den Ruf inne, dem Glücksspiel mit hohen Einsätzen zu frönen und organisierte regelmäßige Zockerrunden und Spielveranstaltungen am Wiener Hof.

Im Jahr 1747 entdeckte man dann auch in Österreich zum ersten Mal die Möglichkeit, am Glücksspiel des Adels und gemeinen Volkes mitzuverdienen. Eigentlich verbotene Glücksspiele mit besonders hohen Einsätzen, wie das Pharoh Spiel, wurden unter staatlicher Aufsicht zugelassen und die Einnahmen dazu verwendet, die Wiener Staatsoper und das vor dem Bankrott stehende Hofburgtheater zu finanzieren.

Im Jahr 1751 wurde zudem das staatliche Lotto Spiel eingeführt, das einen Teil des Staatshaushaltes finanzieren sollte.

Trotzdem wurden erst im Jahr 1787 zum ersten Mal Glücksspiel-Lizenzen in Österreich vergeben. Private Unternehmer benötigten eine Lizenz, um ihre Lotteriebuden und Würfeltische an vorgegebenen Orten aufzubauen und dort Glücksspiel anzubieten. Diese Vergnügungsareale wurden schnell zum regelmäßigen Treffpunkt vieler Männer der unteren Bevölkerungsschichten.

Im Jahr 1809, als Wien von Frankreich besetzt war, wurden unter der Protektion des französischen Militärs die ersten beiden Spielbanken auf österreichischem Boden erreichtet. Das Glücksspiel florierte in der Landeshauptstadt und in ganz Österreich zu dieser Zeit ganz besonders. Zum Kriegsende hin wurden die Casinos jedoch wieder geschlossen. Trotzdem blieben viele staatlich lizenzierte Glücksspiel Etablissements geöffnet und österreichische Zocker konnten auch in den folgenden Jahren weitestgehend ungehindert dem Echtgeldspiel nachgehen.

Im Jahr 1871 sagte sich Österreich endgültig von Deutschland los und wurde kein Teil des neugegründeten Kaiserreichs. Im Rahmen der eigenen, von den deutschen Staaten unabhängigen Gesetzgebung, wurde das Glücksspiel zwar eingeschränkt, konnte aber weiter in gewissem Rahmen ausgeübt werden.

Glücksspiel im modernen Österreich - Vom 20. Jahrhundert bis heute

Das Glücksspiel hat im Laufe von Österreichs Geschichte zwar einige Änderungen und viele Neuregelungen erfahren, trotzdem war es aber, im Vergleich zu vielen anderen europäischen Nationen, beinahe durchgehend legal verfügbar. So galt das Echtgeldspiel hierzulande auch zum Beginn des 20. Jahrhunderts immer noch als fester Bestandteil der Freizeitbeschäftigung von Österreichern aus allen Klassen und Schichten.

Natürlich versuchte der Staat weiterhin, Mittel und Wege zu finden, am Glücksspiel mitzuverdienen. So führte man bereits 1913 die österreichische Klassenlotterie ein, die bis heute existiert.

Einige Jahre später, 1934, wurden die ersten beiden Spielbanken unter staatlicher Aufsicht in Österreich gegründet. Das Alpen-Casino am Semmering und das Casino in Baden bei Wien wurden von den Spielern hierzulande jubelnd begrüßt. Es folgten einige weitere Spielbanken im ganzen Land. Bereits 1938 wurden jedoch alle Casinos, bis auf das in Baden, unter dem drohenden Schatten des Zweiten Weltkrieges wieder geschlossen.

Einige Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg öffneten nicht nur einige Casinos wieder ihre Pforten, sondern es wurden auch die ersten Sportwetten angeboten. Sport Toto wurde ab 1949 staatlich offeriert und der Erlös der Wetten sollte fortan der Sportförderung des Landes zukommen.

Im Jahr 1953 wurde das Toto Angebot noch durch Pferdewetten erweitert.

1961 wurde nach langem Warten der Wunsch der Hauptstadtbevölkerung erfüllt und das erste Spielcasino direkt in Wien eröffnet. So kam zu den zahlreichen Spielbuden und -hallen am Prater nun auch eine staatliche Spielbank hinzu, in der großes Spiel um hohe Geldbeträge legal möglich war.

Nur ein Jahr später, 1962, wurde das österreichische Glücksspielgesetz erlassen, das in abgeänderter und modernisierter Form bis heute Bestand hat. Dieses schreibt den Staat als alleinigen Inhaber des Glücksspielmonopoles in Österreich fest.

Das bis heute außerordentlich beliebte "6 aus 45 Lotto" wurde zum ersten Mal im Jahr 1986 gespielt.

Das jüngste Ereignis in der Geschichte des Glücksspiels in Österreich, war schließlich die Inbetriebnahme des ersten Casinos Online für Österreich im Jahr 1998. Unter der Leitung des staatlichen Spielbankenbetreibers Casinos Austria startete das Glücksspiel in Österreich in das elektronische Zeitalter.

Das Glücksspiel in Österreich 2018

Auch wenn heute nach wie vor das Glücksspielmonopol in Österreich beim Staat liegt, gibt es für österreichische Zocker viele verschiedene Möglichkeiten, legal um Echtgeld zu spielen. Casinos Austria, der staatlich lizenzierte Casinospiel Anbieter in Österreich betreibt insgesamt 12 Spielbanken, verteilt über ganz Österreich, in denen Sie neben Spielautomaten mit oder ohne progressivem Jackpot auch viele klassische Casinospiele wie Blackjack, Roulette, Poker, Baccarat, Craps oder Sic Bo um richtiges Geld zocken können. In Spielhallen in ganz Österreich können Sie zudem die einheimischen und weltweit beliebten Novoline Spielautomaten oder Slots anderer Hersteller spielen. Auch Sportwettbüros sind in vielen österreichischen Städten vorhanden.

Sportwetten gelten in Österreich nicht als Glücksspiel und können deshalb ohne staatliche Regulierung bei jedwedem Anbieter, ob on- oder offline, gespielt werden. Bei anderen Online Glücksspieleinrichtungen sieht die Lage aufgrund des in Österreich vorhandenen, staatlichen Glücksspielmonopols etwas anders aus. Viele Casinos online für Österreich und Online Pokerseiten offerieren ihr Glücksspielangebot von einem anderen EU Staat wie Malta oder Gibraltar aus, in dem kein Glücksspielmonopol vorhanden ist. Nach EU Gesetzgebung dürfen die Pokerräume und Casinos online ihr Angebot in jedem Mitgliedsstaat offerieren, solange sie eine Lizenz in einem Land der Europäischen Union besitzen. So können die unzähligen Internet Spielbanken das staatliche Monopol umgehen und Echtgeldspiel für Österreich online anbieten. Die Zocker hierzulande profitieren davon, indem unzählige Anbieter für Internet Glücksspiel zur Verfügung stehen, aus denen sie frei wählen können.

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